ALPS MOVE

ALPS MOVE ist das Festival für regionalen Tanz in Südtirol. Als Plattform für zeitgenössischen Tanz und Bewegungstheater gibt ALPS MOVE Südtiroler Tänzern und Tänzerinnen einen Aufführungsrahmen. Das Festival ist eine Initiative des Tanzkollektiv Südtirol, ein Zusammenschluss von regionalen Künstler*innen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes. Ziel ist es, dem regionalen Tanz eine Stimme zu geben und ihn fest im Südtiroler Kulturkalender zu verankern. Daneben will ALPS MOVE die regionale Tanzszene mit dem Ausland vernetzen: Mit Austauschprojekten und der Zusammenarbeit mit internationalen Choreograph*innen spinnen wir eifrig unsere Netze.

 

Wir feiern 15 Jahre ALPS MOVE in Corona-Zeiten. Auf dem Plan standen Austauschprojekte aus der Schweiz und Deutschland, Live-Performances verschiedenster Gruppierungen, Duette und Soloaufführungen, schließlich unser filmisches Resümee der letzten 15 Jahre. Alles begleitet von einem gebührenden Fest mit DJ und Buffet. Es hätte ein Moment des Austausches mit Rückblick und Ausblick auf die Zukunft sein sollen. Die 15. Ausgabe wird anders sein: Der Tanz hat längst seine Aktivitäten ins Digitale erweitert, und zwar im Schulterschluss mit Filmemacher*innen und Animationsspezialist*innen, Choreograf*innen und Tänzer*innen, die kreativ eingesetzte Technologie als Teil der Kultur verstehen. Dabei geht es nicht um Ersatz, wohl aber um Erweiterung des Spielbetriebs und um neuartige Sichtweisen. Dank zahlreicher Einflüsse hat sich eine Szene entwickelt, die multimediale Netze zwischen Tanz, Design, Film, Architektur, bildender Kunst und Animation knüpft. Viele Projekte streifen durch natürliche oder urbane Biotope, was ihnen die Freiheit beschert, überraschende und kritische Themen aufzugreifen. Dem Digitalen liegt ein Potential inne. Es lassen sich damit neue Formen, Inhalte und Narrative verwirklichen. Diesem Potential wollen wir uns in der Corona-Ausgabe widmen. Lassen Sie sich überraschen!

 

 

EINE INITIATIVE DER

TANZKOLLEKTIV SÜDTIROL und

Errante teatrodanza, Meran

idea-tanztheaterperformance_Doris Plankl, Bozen

Kulturverein Muspilli, Meran

Tanzschmiede / Fucinadanza_Martina Marini, Meran

 

 

KONTAKT

Tanzkollektiv Südtirol 

Braunsbergweg 6

I-39011 Lana (BZ) 

T +39 3388144999

info(at)alpsmove.it

alpsmove(at)pec.it

PROGRAMM

SPHOTA EXCERPT Die Tänzerin Francesca Ziviani zeigt kurze Ausschnitte ihres Stückes Sphota in der Fußgängerzone Lana. Dieser Tanz will alle Covid-19-Opfer ehren und ist allen Menschen gewidmet, die vor Kriegen oder Naturkatastrophen flüchten müssen. Er ist eine Hommage an alle Personen, die keine menschenwürdige Beerdigung im Kreise der Familie erleben durften. Ihr Solo Sphota wird am 16. und 17. Oktober im Raiffeisensaal in Lana uraufgeführt.

Born in 1985 in Merano, Francesca Ziviani studied dance in Bolzano, Rome and at the Conservatoire in Lyons. Over the past decade she has worked with various French choreographers, including Jean Claude Gallotta, Olivier Dubois and Annie Vigier/Franck Apertet. Since 2016 she has also developed her creative projects with the group “Sens Interieur Brut”.

TANZ AUF DER STRASSE

SPHOTA - excerpt

FRANCESCA ZIVIANI_IT/FR

14.10. 11.00

LANA - Am Gries

14.10. 16.30

15.10. 11.00

MERAN, Sparkassenstraße

 

Choreografie und Tanz: Francesca Ziviani Kostüm: Silvia Romanelli Blick von außen: Cécille Collard Produktion: Ass. sens intérieur brut Produktionspartner: Klap Marseille, ballet de Marseille

 

 

ITALIENISCHE ERSTAUFFÜHRUNG

FREIER EINTRITT

TANZNOMADINNEN - Dokumentarfilm zu 15 Jahre Alps Move In den letzten zwei Jahren haben wir an einem Dokumentarfilm zum zeitgenössischen Tanz in Südtirol gearbeitet. Im Vordergrund steht dabei die junge Generation, diejenigen Tänzer*innen also, die um den Globus ziehen, um sich performend und unterrichtend die Arbeitswelt und die Bühne zu erobern. Der Film bietet nebenbei einen Abriss der Geschichte der Tanzkollektiv-Bewegung und unseres Festivals Alpsmove. Begonnen hat alles vor mehr als 17 Jahren. Wir haben uns getroffen, zusammen getanzt, diskutiert und schließlich ein Konzept für ein Festival entwickelt, das auch Eigenproduktionen möglich machte. Diese Eigenproduktionen schweißten uns schließlich wirklich zusammen: Gemeinsames Training, Improvisationen, kleinere Inszenierungen und letztendlich auch gemeinsames Kochen und das Zusammenrücken im großen Schlafraum waren einige Etappen. Mit unseren Festival-Eigenproduktionen sind wir im Laufe der Jahre in Südtirol, Berlin, Frankfurt, Turin und Bilbao aufgetreten. Weitere Südtiroler Produktionen konnten u. a. in Ferrara, Florenz, Bari, Turin, Bochum, Berlin, Kassel, Hannover, Amsterdam und Rovereto gezeigt werden. Dieser Film bietet einen Einblick in das Schaffen unserer kleinen, aber feinen Szene, die zeigt, dass man gemeinsam mehr erreichen kann. Wir freuen uns, ihn nun mit unserem Publikum zu teilen.

Gefördert von Autonome Provinz Bozen - Amt für Film und Medien, CAB Centro Audiovisivi

In Zusammenarbeit mit RAI Südtirol, Tanzkollektiv Südtirol

 

BIG BOYS DON'T CRY (Tanzfilm) “Starke Männer weinen nicht… und wenn sie es trotzdem tun?“ Warum sollten Männer eigentlich ihre Gefühle nicht offen zeigen dürfen? Warum sollten Männer immer stark sein? Und sind Tränen wirklich ein Zeichen von Schwäche? Solche Meinungen führen doch nur dazu, ein übertriebenes Klischee von Männlichkeit zu schaffen. Aber brauchen nicht auch starke Männer eine Schulter zum Ausweinen? “Big boys don't cry” ist eine Hymne an den selbstbewussten und gleichzeitig sensiblen Mann, der in jedem Alter zu seinen Gefühlen steht, sie offen zeigt und dafür geschätzt und respektiert wird. Seine Stärken und Schwächen werden gekonnt von der brasilianisch / polnischen Videokünstlerin Keren Chernizon / Projeto Solo in einem 20-minütigen Video eingefangen.

Originally from South Tyrol Marion Sparber is based in Berlin. She received her dance training at Varium (Barcelona) and Iwanson School (Munich). Marion has collaborated as a dancer with companies such as Stella Zannou, Sonia Rodriguez, ADN-Dialect, Eldon Pulak and Wee-Dance Company.

Keren Chernizon is a filmmaker and film editor working with dance films, video installations and video projection for live performances. She is the creator of Projeto SOLO, a media company focused on creative audiovisual productions related to the dance world. Projeto SOLO dance films have been selected for international dance film festivals, while the video projection work created for dance pieces were performed in Europe, Central America and Russia.

Gefördert von Abteilung für Deutsche Kultur der Autonomen Provinz Bozen, Region Trentino Südtirol, Stiftung Südtiroler Sparkasse

 

SPHOTA (Performance) Sphota ist ein Traum, eine Erschütterung, eine Inkarnation, eine Befreiung. Sphota ist wie eine Pflanze, die sich entwickelt und gedeiht, sich öffnet, blüht, verblüht und nach abgelaufener Zeit ihren Platz einer anderen Pflanze überlässt. Sphota ist wie eine Kriegerin, ein mutiges Wesen, das Schwierigkeiten nicht fürchtet. Sphota kämpft für das Leben und hat keine Angst vor dem Tod. Sphota ist eine Kriegerin, die ihre Waffen der Natur zu Füßen legt.

Born in 1985 in Merano, Francesca Ziviani studied dance in Bolzano, Rome and at the Conservatoire in Lyons. Over the past decade she has worked with various French choreographers, including Jean Claude Gallotta, Olivier Dubois and Annie Vigier/Franck Apertet. Since 2016 she has also developed her creative projects with the group “Sens Interieur Brut”.

 

 

VOM GROSS WERDEN UND KLEIN BLEIBEN (Tanzfilm) Inspiriert an dem Kinderlied „Hänschen klein“, lässt das Video den Prozess der Loslösung von den Eltern und der Rückkehr in die Heimat dreier Tänzerinnen unterschiedlichen Alters Revue passieren. Das bekannte Volkslied handelt vom kleinen Hänschen, das sein Zuhause verlässt, um erwachsen zu werden und nach einigen Jahren reich an Erfahrungen wieder nach Hause zurückkehrt. Die Performerinnen machen sich gemeinsam auf die Suche nach ihrem persönlichen „Hänschen“, nach ihrer erlebten Abnabelung und den damit verbundenen Entwicklungsprozessen. Dabei geht es um das Sammeln neuer Erfahrungen in der Fremde, das Heranwachsen, die eigene Entfaltung und den Übertritt in die Autonomie. Und schlussendlich geht es um das Zurückkehren in die Heimat, das sich Fremdfühlen und den Versuch einer neuen Verwurzelung.

Born in Lana Rebecca Dirler studied music and dance education at the Mozarteum in Salzburg. Afterwards she completed her studies at Die Etage in Berlin, where she graduated in 2017. While still studying she choreographed and performed in different pieces, focusing on the connection between music and dance. She has recently taken part in different works by Willie Dorner and the opera Carmen choreographed by Giorgio Madia.

Regina Kluba, originally from Trier, studied elementary music and dance education at the Mozarteum Salzburg together with Rebecca Dirler and completed her master's degree in 2019. During her studies she gained experience in various artistic fields as a performer and assistant. She is currently working in primary schools and kindergartens in the field of music and dance education.

Gefördert von Abteilung für deutsche Kultur der Autonomen Provinz Bozen

Dank an die öffentliche Bibliothek Lana und JUX Lana

VIDEO + PERFORMACE

TANZ-
NOMADINNEN

Andreas Pichler_IT

BIG BOYS
DON'T CRY

Marion Sparber & Idea tanztheaterperformance_IT/DE

SPHOTA

Francesca Ziviani_IT/FR

VOM GROSS WERDEN
UND KLEIN
BLEIBEN

Rebecca Dirler & Regina Kluba_IT/DE

16.10. 20.00
17.10. 18.00+20.00

LANA, Raiffeisensaal


TANZNOMADINNEN
Regie: Andreas Pichler Kamera: Daniel Mazza Zusätzliche Kameras: Martin Rattini, Mauro Podini, Andreas Pichler, Emanuele Vernillo, Martin Reifer, Maarten Van der Glas, Armin Ferrari Schnitt: Cornelia Schöpf Sound: Stefano Bernardi Color Correction: Martin Rattini Produktionsleitung: Greta Mentzel Übersetzung: Georg Zeller Redaktion: Brigitte Margesin Produzent: Valerio B. Moser Produktion: Miramonte Film, Tanzkollektiv Südtirol

 

BIG BOYS DON'T CRY
Konzept und Regie: Marion Sparber Choreografie: Marion Sparber mit den Darstellern Darsteller: Alan Fuentes Guerra, Ilan Gratini, Aaron Lang, Leon Casper Stille, Woosang Jeon Video & Foto: Projeto SOLO/Keren Chernizon Musik: Sebastian Ignacio Vidal Cristóbal Kostüm: Marion Sparber Produktion: idea-tanzteatherperformance Produktionsleiter*in: Doris Plankl

 

SPHOTA
Choreografie und Tanz: Francesca Ziviani Kostüm: Silvia Romanelli Blick von außen: Cécille Collard Produktion: Ass. sens intérieur brut Produktionspartner: Klap Marseille, ballet de Marseille

 

ITALIENISCHE ERSTAUFFÜHRUNG  

 

VOM GROSS WERDEN UND KLEIN BLEIBEN
Regie und Konzept: Regina Kluba, Rebecca Dirler Darsteller*innen: Sabine Raffeiner, Rebecca Dirler, Maria Rier & Imma Kamera: Leonhard Pill Schnitt/Montaggio: Rebecca Dirler, Regina Kluba Sound: Klim Losovskii

EINTRITTSPREISE

Einzelkarte: 10,- €
Ermäßigt: 5,- € 
(Ermäßigte Karten für StudentInnen
< 26 und SeniorInnen > 65)

TANZNOMADINNEN - Dokumentarfilm zu 15 Jahre Alps Move In den letzten zwei Jahren haben wir an einem Dokumentarfilm zum zeitgenössischen Tanz in Südtirol gearbeitet. Im Vordergrund steht dabei die junge Generation, diejenigen Tänzer*innen also, die um den Globus ziehen, um sich performend und unterrichtend die Arbeitswelt und die Bühne zu erobern. Der Film bietet nebenbei einen Abriss der Geschichte der Tanzkollektiv-Bewegung und unseres Festivals Alpsmove. Begonnen hat alles vor mehr als 17 Jahren. Wir haben uns getroffen, zusammen getanzt, diskutiert und schließlich ein Konzept für ein Festival entwickelt, das auch Eigenproduktionen möglich machte. Diese Eigenproduktionen schweißten uns schließlich wirklich zusammen: Gemeinsames Training, Improvisationen, kleinere Inszenierungen und letztendlich auch gemeinsames Kochen und das Zusammenrücken im großen Schlafraum waren einige Etappen. Mit unseren Festival-Eigenproduktionen sind wir im Laufe der Jahre in Südtirol, Berlin, Frankfurt, Turin und Bilbao aufgetreten. Weitere Südtiroler Produktionen konnten u. a. in Ferrara, Florenz, Bari, Turin, Bochum, Berlin, Kassel, Hannover, Amsterdam und Rovereto gezeigt werden. Dieser Film bietet einen Einblick in das Schaffen unserer kleinen, aber feinen Szene, die zeigt, dass man gemeinsam mehr erreichen kann. Wir freuen uns, ihn nun mit unserem Publikum zu teilen.

Gefördert von Autonome Provinz Bozen - Amt für Film und Medien, CAB Centro Audiovisivi

In Zusammenarbeit mit RAI Südtirol, Tanzkollektiv Südtirol

 

TRAFFIC (performance) Dieses Tanzstück ist entstanden aus Überlegungen, die den Organhandel betreffen und Licht auf die vielschichtigen Beweggründe der Akteure werfen möchte wie Not, Pflicht, Liebe, Moral und Gier. Die Aufführung wird getragen sowohl von schmerzlichen als auch erfreulichen Erfahrungen, die sich durch Körper, Sprache und Gestik entfalten. „Traffic“ ist eine Tanz-Theater-Performance, die sich mit dem Thema des Gebens und des Nehmens befasst und mit dem damit verbundenen Preis.

Stefania Bertola, dancer, choreographer and teacher, trained as a dancer in Bolzano. She then pursued her study path in various cities including Berlin, New York and in Israel where she spent a period at the Kibbutz Contemporary Dance Company (IL). She then improved as a dancer and teacher at CIMD (International Center of Movement and Dance) in Milan.

 

RIZOSFERA (video+performance) Die Rhizosphäre ist jener Teil des Bodens, der die Wurzeln einer Pflanze umgibt. Die Pflanzen verändern die Struktur des Bodens, um die für das Wachstum notwendigen Nährstoffe bestmöglich aufnehmen zu können und einen ständigen Austausch zu garantieren. Die Funktion der Rhizosphäre ähnelt in gewisser Weise dem Verbindungsnetz zwischen den Menschen, wo alle Begegnungen und Aktionen ausschließlich dem Zweck des Überlebens dienen. Diese Metapher aus der Natur zeigt uns, wie sehr unsere unmittelbare Umgebung auf uns wirkt und wir auf sie. Wenn die Rhizosphäre aus dem Bedürfnis einer Pflanze heraus entsteht, die bestmöglichen Überlebensbedingungen zu schaffen, wie sehen dann vergleichbare Überlebensdynamiken der Menschen aus? Wie verändern diese die Welt um sich herum und erschaffen eine persönliche „Rhizosphäre“?

Santija Bieza was born in Latvia. She studied theater production at the University of Rome 3 (D.A.M.S.) and at the University of Rennes, during which she also worked as a dancer, performer, and actress for various productions. Her work is largely influenced by performance-arts in which various modes of expressions are utilized. She lives and works in Bolzano.

Gefördert von Abteilung für deutsche Kultur der Autonomen Provinz Bozen

VIDEO + PERFORMANCE

TANZ -
NOMADINNEN

Andreas Pichler_IT

TRAFFIC

Stefania Bertola_IT

RIZOSFERA

Santija Bieza_IT/LT

23.10. 20.00 

24.10. 20.00

BOZEN, Stadttheater Gries


TANZNOMADINNEN
Regie:
Andreas Pichler Kamera: Daniel Mazza Zusätzliche Kameras: Martin Rattini, Mauro Podini, Andreas Pichler, Emanuele Vernillo, Martin Reifer, Maarten Van der Glas, Armin Ferrari Schnitt: Cornelia Schöpf Sound: Stefano Bernardi Color Correction: Martin Rattini Produktionsleitung: Greta Mentzel Übersetzung: Georg Zeller Redaktion: Brigitte Margesin Produzent: Valerio B. Moser Produktion: Miramonte Film, Tanzkollektiv Südtirol

 

TRAFFIC
Konzept und Regie:
Stefania Bertola Choreografie: Stefania Bertola Darsteller*innen: Stefania Bertola, Luca Zampedri Foto & Video: Photodiblu Sound: Luca Zampedri Kostüm: Silvana Zampedri Produktion: La Quinta Danza asd

URAUFFÜHRUNG

 

RIZOSFERA
Konzept & Regie: Santija Bieza Choreografie: Santija Bieza Darstellerin: Santija Bieza Kostüme: Santija Bieza Foto & Video: Santija Bieza Schnitt: Marco Sonna Lichtdesign: Santija Bieza

URAUFFÜHRUNG

EINTRITTSPREISE

Einzelkarte: 10,- €
Ermäßigt: 5,- € 
(Ermäßigte Karten für StudentInnen
< 26 und SeniorInnen > 65)

DIALOGUES (Tanzfilm) Dieses Tanz-Stück sollte ursprünglich aus menschlichen Begegnungen bestehen. Ein kleiner Virus hat das jedoch verhindert. So wurde „Dialogues“ zum virtuellen Projekt. Die Begegnungen finden auf einer Leinwand statt und die Tänzer treffen nicht auf Menschen, sondern auf Gegenstände, auf imaginäre Tanzpartner oder auf sich selbst. Jede Begegnung ist dennoch ein Austausch, ein Spiel aus Aktion und Reaktion. Jede Auseinandersetzung rückt den Darsteller näher an sich heran. Jede Annäherung gebiert eine individuelle Tanzsprache und schafft einen ganz speziellen Pas de Deux.

Tanzschmiede is a professional company of dancers and actors from different artistic backgrounds founded in 2007, when its members were working with choreographer and director Martina Marini on new forms of expression in the field of Dance Theatre

Gefördert von Abteilung für deutsche Kultur der Autonomen Provinz Bozen, Region Trentino Südtirol, Stiftung Südtiroler Sparkasse, Gemeinde Meran

 

CORPO A CORPO (Performance) Zwei Körper als Ort der Begegnung und des Austausches. Dabei wird den Künstlern ebenso wie dem Publikum die Gelegenheit geboten, sich selbst besser kennenzulernen und soziale und kulturelle Bedingungen in Frage zu stellen, welche unser menschliches Potential einengen. Im Austausch mit dem anderen erhalten wir die Chance, unsere Ängste vor dem Fremden zu verlieren. Wir können in einen Raum des Vertrauens eintauchen und werden uns unseres Bedürfnisses nach Kontakt bewusst. Die Berührung macht einen Körper sensibel und durchlässig. Durch die Begegnung mit dem anderen kann jeder seine innere Geografie neu definieren und jene Grenzen überwinden, die unsere Sicht auf die Realität verstellen.

Elena Molinaro is a performer working between Italy and the UK. Since 2010 she has developed a rigorous body-based practice at the interface between live art and performance. Her work has been seen both in the UK and across Europe. She has lectured for the MA programme The Body in Performance at Laban, and teaches dance across different educational and community settings.

Jesus Maria Lezameta is a basque actor and choreographer. He trained at the Theatre Institute of Barcelona where he worked for several years with the Danat Danza company. He is co-funder of the company Errante teatro danza and Tanzkollektiv Südtirol, and is actively leading dance and theatre school projects in South Tyrol, where he lives.

Gefördert von Abteilung für deutsche Kultur der Autonomen Provinz Bozen, Gemeinde Meran

 

FRACTALE (Tanzfilm) Die „fraktale“ Struktur des Universums lehrt uns, dass das scheinbare Chaos innerhalb der Materie von einer Ordnung beherrscht wird, die bestimmten Regeln folgt. Dem liegt die Vermutung zugrunde, dass auch die menschlichen Beziehungen nach diesem Prinzip funktionieren. Das würde bedeuten, dass der Konflikt, die Unordnung, der ständige Wiederbeginn Ausdruck einer allem innewohnenden Harmonie sind. Vielleicht verursachen wir selbst Chaos innerhalb unserer Beziehungen, da wir ständig für Ordnung sorgen wollen und dadurch ein natürliches Gleichgewicht stören? „Fractale“ ist ein Tanzstück, das sich mit solchen Überlegungen befasst, im Besonderen mit der Frage: Wie finden wir Harmonie im Konflikt?

Born in 1985 in Merano, Francesca Ziviani studied dance in Bolzano, Rome and at the Conservatoire in Lyons. Over the past decade she has worked with various French choreographers, including Jean Claude Gallotta, Olivier Dubois and Annie Vigier/Franck Apertet. Since 2016 she has also developed her creative projects with the group “Sens Interieur Brut”.

 

UN-GLEICH - DIVERSAMENTE UGUALI (Tanzfilm) „Schritt für Schritt tastest du dich voran, es ist der Beginn einer langen Reise. Aber du stehst still, bist ohne Worte. Du könntest jede Entfernung überwinden und an das andere Ende der Welt gelangen. Aber ein Weg, jener, der zu deinem tiefsten Inneren führt, erscheint dir unüberwindbar. Der Weg, der dich das zurücklassen lässt, was du morgens im Spiegel erblickst und das in den Augen einer geliebten oder zufällig begegneten Person sichtbar wird. Es ist der Weg unserer Seele. Ein schwieriger Weg, der anstrengendste und der gefährlichste, denn sobald die Seele erwacht und siegt, wird die Welt erschüttert, unvermeidlich.“ Sabine Raffeiner

Sabine Raffeiner is a dancer and pedagogue and for over 28 years she has been teaching at the dance school Arabesque in Merano (IT). Since 1988 she has been working with various organizations both as a dancer and choreographer, arranging performances, short pieces and her own choreographies. Winner of the “Fersen” Award for Direction in 2016.

Gefördert von Abteilung für deutsche Kultur der Autonomen Provinz Bozen

VIDEO + PERFORMACE

DIALOGUES

Martina Marini & Tanzschmiede_IT

CORPO A CORPO

Iosu Lezameta & Elena Molinaro_IT/ES

FRACTALE

Francesca Ziviani_IT/FR

UN-GLEICH
DIVERSAMENTE UGUALI

Sabine Raffeiner_IT

27.10. 18.00+20.00

MERAN, Mairania


DIALOGUES
Idee, Konzept und Regie: Martina Marini Choreografie/Coreografia: die Tänzer*innen mit der Supervision von Martina Marini DarstellerInnen: Sabrina Fraternali, Anastasia Kostner, Riccardo Meneghini, Sarah Merler, Hugo Olagnon, Giulia Tornarolli Original Musik: Gregor Marini, Maria Tutzer Film/Filmschnitt: Gregor Marini Produktion: Tanzschmiede/Fucinadanza

 

CORPO A CORPO
Konzept Iosu Lezameta, Elena Molinaro Regie und Choreografie: Iosu Lezameta, Elena Molinaro Darsteller: Iosu Lezameta, Elena Molinaro Foto: Manfred Menghin Kostüm: Elena Molinaro Lichtdesign: Iosu Lezameta Produktion: Errante teatro danza

 

URAUFFÜHRUNG

 

FRACTALE
Konzept: Francesca Ziviani Darsteller*Innen: Damien Bourletsis, Sebastien Ledig, Francesca Ziviani Videomaker: Alexandre Baudet-Labiano Lichtdesign: Benjamin Croizy Soundtrack: Remy Boubal Schnitt: DB MOTION, Damien Bourletsis Produktion: Sens Interieur Brut, La Plateforme Toulouse

 

UN-GLEICH - DIVERSAMENTE UGUALI
Konzept, Dramaturgie, Choreografie, Regie: Sabine Raffeiner Darsteller: Hugo Olagnon Dramaturgie, Texte, Stimme: Paolo Quarta Fotos, Video und Schnitt: Christian Lang Lichtdesign: Christian Lang Kostüm: Sabine Raffeiner, Hugo Olagnon Musik: verschiedene Komponiste/diversi autori

EINTRITTSPREISE

Vollpreis: 10,- €
Ermäßigt: 5,- € 
(für Studenten< 26
und Senioren > 65)

INSULAE (Tanzfilm) Unter unseren Füßen, an Land und See, verändert sich das Gestein minutiös, beständig und mit geduldiger Gelassenheit. Der Entstehungsprozess überdauert Jahrmillionen. Im Vergleich dazu ist ein Menschenleben augenblicklich vorüber. Insulae zeigt drei Körper in der Interaktion und Reproduktion dieser gesteinsaffinen und gleichsam unmenschlichen Zeit. Spüren die Körper, eingeschlossen in ihren vier Wänden, noch den Takt der Außenwelt? Welcher Klänge bedarf es, um sie zu bewegen? Wenn die Körper einmal isoliert sind, kann man sie mit der Welt wiedervereinen? Die Idee des Kurzfilms keimte im Lockdown auf und kam Dank der Zusammenarbeit mit der niederländischen Künstlerin Irma de Vries zustande.

Born in Bressanone, Sabrina Fraternali obtained a diploma in Dance Theatre at the Civica Scuola di Teatro in Milan. She works as a freelance author, dancer and actress in Italy and abroad.

Contemporary Dutch artist Irma de Vries builds interactive digital art spaces. She uses Augmented Reality, Videomapping, painting, computer animation, and digital techniques to immerse viewers in a beautiful world."

Gefördert von Abteilung für Deutsche Kultur der Autonomen Provinz Bozen

Dank an Benno Baumgarten, Fernando Bardini, Filippo Boreali, Comune di Capoliveri, Claudio Della Lucia, Icilio Disperati, Lorenz Fischnaller, Markus Kircher, Giacomo Luperini, Parco Minerario Rio Marina, Visit Elba

 

DIALOGUES (Tanzfilm) Dieses Tanz-Stück sollte ursprünglich aus menschlichen Begegnungen bestehen. Ein kleiner Virus hat das jedoch verhindert. So wurde „Dialogues“ zum virtuellen Projekt. Die Begegnungen finden auf einer Leinwand statt und die Tänzer treffen nicht auf Menschen, sondern auf Gegenstände, auf imaginäre Tanzpartner oder auf sich selbst. Jede Begegnung ist dennoch ein Austausch, ein Spiel aus Aktion und Reaktion. Jede Auseinandersetzung rückt den Darsteller näher an sich heran. Jede Annäherung gebiert eine individuelle Tanzsprache und schafft einen ganz speziellen Pas de Deux.

Fucinadanza is a professional company of dancers and actors from different artistic backgrounds founded in 2007, when its members were working with choreographer and director Martina Marini on new forms of expression in the field of Dance Theatre

Gefördert von Abteilung für deutsche Kultur der Autonomen Provinz Bozen, Region Trentino Südtirol, Stiftung Südtiroler Sparkasse, Gemeinde Meran

 

OUTER SHELL (Performance) Das Stück "outer shell" ist eine Auseinandersetzung mit dem Gegensatz, der sich zwischen einem neutralen Außen und einem gleichzeitig unruhigen Innen ergibt – oder ist es umgekehrt? Inspiriert an Ebenen, Eindrücken und Vorgängen, die normalerweise unbeachtet bleiben, sich aber in Kopf und Körper abspielen, versucht das Stück eben diesen Zwiespalt zwischen Außen und Innen sichtbar zu machen.

Sarah Merler is originally from South Tyrol and studied classical and contemporary dance at the Conservatory of Vienna. She is working as a freelance dancer and choreograper in Austria and Italy. While working on her own choreographies lately, she was also involved in productions by „Vereinigte Bühnen Bozen“, „Stadttheater Klagenfurt“, „TanzCoop“ and others

Gefördert von Südtiroler Landesregierung, Abteilung Deutsche Kultur, Abteilung Kunst und Kultur der Niederösterreichischen Landesregierung

VIDEO + PERFORMACE

INSULAE

Sabrina Fraternali_IT

DIALOGUES

Martina Marini & Tanzschmiede_IT

OUTER SHELL

Sarah Merler_IT/AUT

30.10. 20.00

BRIXEN, Astra Brixen


INSULAE
Konzept: Sabrina Fraternali Video, Schnitt und Bearbeitung: Irma de Vries Graphische Beratung: Enrique Spacca Darstellerinnen: Anastasia Kostner, Flora Orciari, Cecilia Tragni Musik: Charlotte Vuissoz e Enrique Spacca

 

DIALOGUES
Idee, Konzept und Regie: Martina Marini Choreografie: die Tänzer*innen mit der Supervision von Martina Marini DarstellerInnen: Sabrina Fraternali, Anastasia Kostner, Riccardo Meneghini, Sarah Merler, Hugo Olagnon, Giulia Tornarolli Original Musik: Maria Tutzer Film/Filmschnitt: Gregor Marini Produktion: Tanzschmiede/Fucinadanza

 

OUTER SHELL
Konzept und Performance: Sarah Merler Musik: verschiedene Autoren und eigene Kompositionen Kostüm: 2g8er GmbH Video: Rupert Stockinger

EINTRITTSPREISE

Einzelkarte: 10,- €
Ermäßigt: 5,- € 
(Ermäßigte Karten für StudentInnen
< 26 und SeniorInnen > 65)

KONTAKT & VERANSTALTUNGSORTE